Bedeutung: Der Dom zu Köln ist
einer der bedeutendsten gotischen Kirchenbauten in Deutschland. Ebenso ist er ein Meisterwerk gotischer Handwerkskunst und ein Musterbeispiel für die Denkmalpflege. Die Grundsteinlegung erfolgte bereits 1248, erst 1880 war das gesamte Werk vollendet, jedoch wurde die Bautätigkeit in der Zeit von 1560 - 1842 eingestellt. Der Dom zu Köln, dem heiligen Petrus geweiht, ist auch die Kirche der Heiligen Drei Könige, deren Gebeine in einem goldenen Schrein bewahrt werden.
Kurzbeschreibung: Die fünfschiffige Basilika setzt sich jenseits des dreischiffigen neunjochigen Querhauses in einem 7/12 - Chorschluss mit Umgang und Kapellenkranz fort. Der dreizonige Aufbau zeigt ein belichtetes Triforium. Die Türme der West- Fassade entwickeln sich über je 4 Seitenschiffgewölbefeldern, wodurch die westliche Gibelstirn des Langhauses durch die konstruktiven Verstärkungen der Turmunterbauten sehr beengt wird.
Im Mittelalter fertiggestellt wurde lediglich der Chor. (1248-1322). Das südliche Querhaus und die nördlichen Seitenschiffe des Langhauses wurden im 14. Jh. im Rohbau vollendet. Während der Nord - Turm auf Seitenschiffhöhe liegenblieb, förderte man den Süd - Turm bis zum Glockengeschoss. Die West - Türme und die restlichen Teile des Langhauses wurden bis 1880 in trockenen akademischen Formen unter Benutzung alter Planrisse ausgebaut. Im 2.
Weltkrieg wurde der Dom durch 14 Bomben schwer getroffen. 9 Wölbungen des Langhauses stürzten ein. Der Wiederaufbau begann ein Jahr nach Kriegsende und war 1956 vollendet. |